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Irland Surf Guide: Spots, Bedingungen & beste Reisezeit


Irland ist keine klassische Surf Destination und genau das macht den Reiz aus. Während sich die meisten Surfer in wärmeren Ländern tummeln wartet hier an der Westküste eine der konstantesten Wellenlagen Europas. Der Atlantik trifft ungebremst auf die irische Küste und sorgt dafür dass fast das ganze Jahr über surfbare Bedingungen herrschen. Es geht hier weniger um Palmen und Lifestyle sondern um echtes Surfen raue Natur und dieses Gefühl allein im Line up zu sitzen.


Wenn man sich fragt wann die beste Zeit ist kommt es stark darauf an was man sucht. Im Sommer sind die Wellen meist kleiner und sauberer was ideal ist wenn man noch nicht so viel Erfahrung hat oder einfach entspannt surfen möchte. Das Wasser ist zwar immer noch kalt aber mit einem guten Neopren absolut machbar. Der Herbst ist mit Abstand die beste Zeit weil dann die starken Atlantik Swells einsetzen aber das Wetter oft noch stabil genug ist. Die Wellen bekommen mehr Kraft und Qualität ohne komplett chaotisch zu sein. Im Winter wird es dann ernst. Große Swells starker Wind und kalte Bedingungen machen die Sessions anspruchsvoll und definitiv nichts für Anfänger. Im Frühling ist es etwas unberechenbar aber genau das kann auch seinen Reiz haben weil weniger Leute im Wasser sind.


Die meisten guten Spots liegen entlang der Westküste besonders im Norden und Westen. Bundoran ist so etwas wie das Zentrum der irischen Surf Szene. Dort findest du alles von entspannten Beachbreaks bis hin zu richtig kraftvollen Reefbreaks. Es ist einer der wenigen Orte in Irland wo du wirklich Infrastruktur hast also Surfschulen Shops und Leute die sich auskennen. Gleichzeitig hat der Ort aber nichts von einem überlaufenen Hotspot sondern bleibt ziemlich authentisch. Lahinch ist deutlich entspannter und vor allem für Anfänger interessant. Der lange Sandstrand macht das Ganze sicherer und verzeiht Fehler eher. Gleichzeitig ist die Umgebung extrem beeindruckend vor allem wegen der Nähe zu den Cliffs of Moher die man unbedingt gesehen haben sollte wenn man schon dort ist.


Dann gibt es noch Spots wie Mullaghmore die eine ganz andere Liga sind. Das ist nichts wo man einfach mal reinspringt. Dort entstehen bei den richtigen Bedingungen riesige Wellen die teilweise nur von absoluten Profis gesurft werden. Für die meisten ist es eher ein Ort zum Zuschauen und Staunen als zum selbst Surfen.


Was man auf keinen Fall unterschätzen darf ist die Ausrüstung. Ohne einen guten Neoprenanzug geht hier gar nichts. In den meisten Fällen brauchst du mindestens 4 3 mm im Winter eher 5 4 mm dazu Boots und oft auch Handschuhe. Das Wasser ist kalt egal zu welcher Jahreszeit. Gleichzeitig ist genau das ein Teil des Erlebnisses. Du bist nicht am Strand um dich zu sonnen sondern wirklich wegen der Wellen da.


Auch das Thema Bedingungen spielt eine große Rolle. Irland ist bekannt für wechselhaftes Wetter. Ein Spot kann morgens perfekt sein und am Nachmittag komplett vom Wind zerstört werden. Deshalb lohnt es sich flexibel zu bleiben und nicht nur einen Spot einzuplanen. Wer sich ein bisschen mit Swell und Windvorhersagen beschäftigt hat hier einen riesigen Vorteil. Oft sind es die Tage die auf den ersten Blick unspektakulär wirken die am Ende die besten Sessions liefern.


Was Irland am Ende wirklich besonders macht ist die Kombination aus Natur und Ruhe. Es gibt kaum etwas Vergleichbares als nach einer Session aus dem Wasser zu kommen den Blick über die Klippen schweifen zu lassen und zu merken dass hier alles ein bisschen ursprünglicher ist. Kein Massentourismus keine überfüllten Line ups sondern einfach Wellen Wind und Landschaft. Genau deshalb ist Irland kein Ort für jeden aber für die die genau das suchen ist es schwer etwas Besseres zu finden.



 
 
 

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